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Transfusionsmediziner diskutieren über aktuelle Entwicklungen in Köln

Köln, September 2017 – Blutspenden und -transfusionen waren noch nie so sicher wie heute. Was dennoch weiter verbessert werden kann und welche positiven Effekte das Blutspenden für den Spender hat, darüber diskutieren nationale und internationale Fachärzte und Wissenschaftler unter anderem im Rahmen der 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI).

Sicheres Blut ist ein wichtiger Teil der Gesundheitsversorgung: In der Behandlung von bestimmten Krankheitsbildern, bei schweren Operationen, Verletzungen mit hohem Blutverlust und anderen medizinischen Notfällen ist die Gabe von Präparaten aus Spenderblut unverzichtbar. „Das gespendete Blut wird in der Transfusionsmedizin sorgfältig getestet und verarbeitet. So prüfen wir, ob das Blut für die Patienten sicher ist, also die Übertragung von HIV, Hepatitis und anderen gefährlichen Infektionskrankheiten ausgeschlossen ist“, erklärt Professor Dr. med. Birgit S. Gathof, Tagungspräsidentin und Leiterin der Abteilung Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Köln.

Auf der 50. Jahrestagung der DGTI (24.-27.10.2017) stellen Transfusionsmediziner und Fachleute aus angrenzenden Disziplinen ihre neuesten Forschungsergebnisse vor. Neueste Erkenntnisse zu Blut- und Zelltherapie – von der Frage der richtigen Dosierung und Anwendung von Blutkomponenten bis hin zur Tumorbekämpfung mit Patientenabwehrzellen, die speziell gegen die Tumormerkmale „trainiert“ sind – werden diskutiert. Weitere Kernthemen des Kongresses sind unter anderem die Blutgerinnung, Stammzelltransplantation, Qualitätssicherung und Versorgungsaspekte in der Katastrophenmedizin sowie neuartige Blutprodukte und deren vielfältigen Anwendungen als Augentropfen oder zur Heilung chronischer Wunden. Mit den Kollegen aus den Niederlanden sind am „Nachbarschaftstag“ gemeinsame Symposien geplant.

Die rund 900 erwarteten Kongressteilnehmer können sich in diesem Jahr auf mehr als 60 interdisziplinäre Sitzungen freuen. Neben der Sicherheit der Blutspende und -transfusion werden ebenfalls die positiven Effekte der Blut- und Zellspende auf dem Kongress diskutiert. „Studien konnten belegen, dass regelmäßiges Blutspenden den Blutdruck und somit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt“, sagt Gathof. „Zudem erhalten die Spender mit der ärztlichen Untersuchung vor der Spende und den Laboruntersuchungen einen Gesundheitscheck.“

Fortbildungsvorträge für alle beteiligten Berufsgruppen stellen neue Richtlinien für Blutspenden und -transfusionen vor. „Der Schutz des Spenders und die Sicherheit des Empfängers haben höchste Priorität. Deshalb setzt sich die DGTI dafür ein, die Richtlinien in der Transfusionsmedizin fortlaufend weiterzuentwickeln“, so Gathof. „Die neuen Richtlinien sind an die aktuellen Entwicklungen in der medizinischen Wissenschaft und Technik angepasst. Durch die auf dem Kongress stattfindenden Fortbildungen wird der hohe Sicherheitsstandard bis zu den Anwendern in Krankhäusern und Praxen vermittelt.“

Die Förderung des klinischen Nachwuchses und der intensive Dialog mit Fachkollegen sind der DGTI ein besonderes Anliegen. „Für 2017 haben wir viele praxisnahe Fortbildungsveranstaltungen geplant, um Ärzten, medizinischen Assistenten sowie Fachangestellten, Pflegekräften und Nachwuchsmedizinern beim Kongress interessante Themen anzubieten“, betont die Tagungspräsidentin. Die DGTI erleichtert Nachwuchswissenschaftlern den Besuch des Kongresses, indem sie Reisestipendien vergibt: Zehn junge Kongressteilnehmer erhalten einen Reisegutschein in Höhe von 250 Euro. Für Studenten ist der Eintritt zum Kongress kostenfrei.

Weitere Informationen sowie das Programm der 50. DGTI-Jahrestagung sind unter www.dgti.de abrufbar.

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